Buchtipps

Warum Männer nicht zum Gottesdienst gehen.

Who men hate going to churchMurrow, David
2011. Haiterbach: cap-books. [Engl.: Murrow, David 2005. Why Men hate to go to Church. Nashville: Thomas Nelson.].
Aus weiblicher Perspektive müsste die Durchsicht dieses Buches anders ausfallen, aber geschlechterbezogene Themen sind bekanntermaßen kontrovers. Murrow hat seine Beobachtungen und Erkenntnisse zum Themenbereich „Kirche / Gemeinde und Männer“ zusammengefasst. Als Leiter der Institution „www.churchformen.com“ (eine lesenswerte Website) ist es ihm aufgefallen, dass die christlichen Kirchen / Gemeinden den, wie er es nennt „maskulinen Geist“ in ihrem Umfeld nicht wiederspiegeln. „Maskulinität“ mit all seinen Ausprägungen sei in der Kirche nicht gefragt. Er beobachtete, dass die eher wenigen Männer in Gemeinden mehrheitlich passiv oder gelangweilt seien und sich irgendwie unwohl fühlen (Einleitung). Er stellt die berechtigte Frage, ob es sich hier um eine unbeabsichtigte Folge der gegenwärtigen Struktur und Ausrichtung der Kirche / Gemeinde handeln könnte?

 

 

Ich will keine Rache – Das Drama von Malatya.

Ich will keine RacheCarswell, Jonathan & Wright, Joanna
2008. Susanne Geske. Giessen: Brunnen. [engl.: Married to a Martyr – The authorized biography of a widow in Turkey. Milton Keynes: Authentic Media.].
Christenverfolgung ist ein kommendes Thema in der Öffentlichkeit. Nicht wenige Institutionen propagieren es inzwischen mit ganz unterschiedlichen Mitteln (bekannteste: Open Doors). Auch die Politik entdeckt es mehr und mehr, und zwar als Argument für oder gegen bestimmte entscheidungsbedürftige Themen (z. B. Flüchtlings- und Staatsbürgerschaft[en]- Debatte). Es dürfte nicht zu viel gesagt sein, dass das in diesem Buch beschriebene „Drama“, welches im Jahre 2007 und auch noch im politischen Partnerland Türkei, einem der Ursprungsländer des Christentums, wohl ein initialer Zündpunkt für diese Entwicklung war. Offensichtlich hat es, die sich entwickelnde evangelikale Kirche in der Türkei und die mit ihr einhergehende Forschung inspiriert auf den auf ihr lastenden politischen Druck auch international hinzuweisen. Die deutsche und europäische Politik hat das Signal aufgegriffen (Themenrunden, zeitweise Zurückstellung des türkischen Antrags auf EU-Vollmitgliedschaft).